Business Intelligence & Power BI für den Mittelstand

Power BI Beratung für den Mittelstand: erst die Kennzahl, dann das Dashboard

Am Ende steht ein Reporting, dem im Haus alle glauben — weil vorher geklärt ist, wie jede Zahl gerechnet wird und wer sie verantwortet. Wir binden Ihre Datenquellen an, bauen Datenmodell und Berichte in Power BI und übergeben sie so, dass Ihr Team sie selbst weiterentwickelt.

Flache Illustration: vier Datenquellen für Lager, Shop, Buchhaltung und Marketing laufen in einen gemeinsamen Verknüpfungsblock und von dort in ein einziges Balkendiagramm
4 Bausteine Quellen · Modell · Kennzahlen · Verteilung Power BI Schwerpunkt, werkzeugoffen beraten Kennzahlen-Definition vor der ersten Kachel Burgwedel bei Hannoverremote im DACH-Raum
Business Intelligence auf einen Blick
  • LeistungAnbindung bis Übergabe
  • SchwerpunktMicrosoft Power BI
  • QuellenWarenwirtschaft, Shop, CRM
  • BindungKeine Microsoft-Partnerstufe
  • LizenzNutzer- oder Kapazitätslizenz
  • ÜbergabeDokumentiert und geschult
  • ErfahrungÜber 20 Jahre E-Commerce
  • EinsatzHannover · DACH remote
  • Inhaber & GründerLars Paetzold
  • Telefon+49 511 9999 3960
  • E-Mailinfo@yagemi.de
  • Sie erreichen unsMo–Do: 08:00–17:00 Uhr | Fr: 08:00–15:00 Uhr

Der wunde Punkt

Warum das Dashboard nicht das Problem ist

Die meisten Reporting-Projekte scheitern nicht am Werkzeug. Sie scheitern an uneinheitlichen Stammdaten und daran, dass im Haus keine Einigkeit darüber besteht, wie eine Kennzahl gerechnet wird. Power BI stellt jede dieser Rechnungen bereitwillig dar — auch die falsche.

Umsatz

Zählt das Auftragsdatum, das Rechnungsdatum oder der Zahlungseingang? Brutto oder netto? Sind Retouren schon abgezogen? Vier Antworten ergeben vier Umsatzkurven — alle vier lassen sich in Power BI sauber darstellen.

Deckungsbeitrag

Der Vertrieb rechnet ohne Versandkosten, die Buchhaltung mit, das Marketing zieht zusätzlich die Werbekosten ab. Solange niemand entscheidet, welche Rechnung gilt, diskutiert jede Sitzung über die Zahl statt über die Ursache.

Kunde

Ist ein Kunde das Konto in der Warenwirtschaft, die E-Mail-Adresse im Shop oder der Datensatz im CRM? Ohne eine gemeinsame Antwort zählt jede Auswertung eine andere Kundenzahl — und die Neukundenquote wird zufällig.

Deshalb beginnt bei uns jedes Projekt mit einer schriftlichen Kennzahlen-Definition und nicht mit der ersten Kachel. Wer diesen halben Tag überspringt, bezahlt ihn später in jeder Sitzung, in der über die Zahl statt über die Ursache gesprochen wird.

Leistungsumfang

Die vier Bausteine einer BI-Strecke

Eine belastbare Auswertung braucht vier Dinge in dieser Reihenfolge. Fehlt einer davon, sieht das Ergebnis trotzdem gut aus — es hält nur der ersten Rückfrage nicht stand.

Datenquellen

Warenwirtschaft, Shop, Finanzbuchhaltung, Werbekonten, Web-Analytics, CRM: Wir klären je System den Weg — Datenbankverbindung, Schnittstelle oder geplanter Export — und legen fest, wie oft aktualisiert wird. Die Ladestrecke läuft danach ohne Handgriff.

Datenmodell

Ein Modell aus Faktentabellen und Dimensionen für Zeit, Artikel, Kunde und Kanal. Hier werden die Schlüssel vereinheitlicht, über die sich Quellen überhaupt erst verbinden lassen. Ohne dieses Fundament bleibt jede Auswertung eine Einzelmeinung.

Kennzahlen

Je Kennzahl halten wir schriftlich fest: Formel, Quelle, Zeitbezug, Ausnahmen und wer sie fachlich verantwortet. Erst danach entsteht die DAX-Berechnung. Dieser eine Schritt entscheidet, ob Ihr Reporting später akzeptiert oder angezweifelt wird.

Verteilung & Rechte

Wer sieht welche Zahlen? Wir richten Arbeitsbereiche, Rollen und zeilenbasierte Berechtigungen ein, klären den Verteilweg — App, Abonnement per E-Mail, Einbettung — und prüfen vorher, welche Lizenz die Empfänger dafür brauchen.

Hat eine Ihrer Quellen keine brauchbare Schnittstelle, bauen wir die Strecke davor — über individuelle Datenintegration, mit Lobster Data für wiederkehrende Datenprozesse oder über eine SAP-Datenintegration, wenn ein SAP-System im Haus steht.

Aus der Projektpraxis

Woran BI-Projekte im Mittelstand scheitern

Die Muster wiederholen sich. Wir benennen sie lieber am Anfang, als sie im dritten Monat zu entdecken.

Was schiefgeht

  • Jede Abteilung bringt ihre eigene Excel-Wahrheit mit, und niemand entscheidet, welche davon gilt.
  • Die Stammdaten sind uneinheitlich: derselbe Kunde dreimal angelegt, Artikel ohne Warengruppe, Lieferanten mit Tippfehlern.
  • Das Dashboard wird gebaut, bevor jemand die Frage aufgeschrieben hat, die es beantworten soll.
  • Der Bericht greift direkt auf Live-Tabellen zu — er wird langsam, und die Warenwirtschaft gleich mit.
  • Das Modell hängt an einer einzigen Person. Sie geht in Urlaub, und das Reporting steht.
  • Die Lizenzfrage kommt zuletzt: Der Bericht ist fertig, aber die Empfänger können ihn nicht öffnen.

Was wir dagegen tun

  • Kennzahlen-Definition schriftlich und vom Fachbereich abgenommen, bevor die erste Kachel entsteht.
  • Stammdaten-Check vorweg: Wir zeigen Dubletten und Lücken, bevor sie als Auswertungsfehler zurückkommen.
  • Drei Fragen statt dreißig Kacheln zum Start — jeder Bericht beantwortet eine Entscheidung, die wirklich ansteht.
  • Eigene Auswertungsschicht statt Direktzugriff, damit Ihr Tagesgeschäft von Berichten unberührt bleibt.
  • Modell dokumentiert, zwei Personen aus Ihrem Haus eingearbeitet, Zugänge liegen bei Ihnen.
  • Verteilweg und Lizenzbedarf werden geklärt, bevor gebaut wird — nicht am Tag der Vorstellung.

Anwendungsfälle

Typische Auswertungen und was sie brauchen

Ein Bericht lohnt sich, wenn er eine Entscheidung auslöst. Diese Fragen kommen im Mittelstand am häufigsten — mit der Quelle, die sie beantwortet, und einer ehrlichen Aufwandseinschätzung.

Bereich Frage, die beantwortet wird Benötigte Datenquelle Aufwand
Vertrieb Welche Bestandskunden kaufen weniger als im Vorjahr — und seit wann? Warenwirtschaft: Aufträge, Kunden gering
Sortiment Welche Artikel binden Kapital, ohne nennenswerten Umsatz zu bringen? Warenwirtschaft: Bestand, Absatz, Einkaufspreise gering
Liquidität Welche offenen Posten sind älter als 30 Tage, und bei welchen Kunden häufen sie sich? Finanzbuchhaltung: offene Posten gering
Retouren Welche Artikel und welche Retourengründe treiben die Quote nach oben? Warenwirtschaft: Retouren, Artikelstamm mittel
Einkauf Bei welchen Lieferanten weichen zugesagte und tatsächliche Liefertermine ab? Warenwirtschaft: Bestellungen, Wareneingänge mittel
Produktion Wo entstehen Stillstände, und wie verteilen sie sich auf Anlagen und Schichten? Maschinendaten oder Betriebsdatenerfassung mittel
Marge Welcher Kanal bleibt profitabel, nachdem Werbekosten und Retouren abgezogen sind? Warenwirtschaft + Buchhaltung + Werbekonten hoch
Marketing Was kostet ein Neukunde je Kanal, gemessen am tatsächlich behaltenen Umsatz? Werbekonten + Web-Analytics + Warenwirtschaft hoch

So ist der Aufwand gemeint: gering = eine Quelle, Standardfelder, kein Abgleich nötig. mittel = eine Quelle, aber Stammdaten müssen zuerst bereinigt oder ergänzt werden. hoch = mehrere Quellen, die über gemeinsame Schlüssel zusammengeführt werden müssen. Die Einschätzung beschreibt den Modellierungsaufwand, nicht Ihren Zeitaufwand.

Liegen Ihre Zahlen in der JTL-Wawi, ist die Datenlage meist gut. Für Kennzahlen aus der Fertigung lohnt der Blick auf die Digitalisierung in der Produktion — dort entscheidet sich, ob Maschinendaten überhaupt erfasst werden.

Einordnung

Power BI im Lizenz- und Werkzeug-Kontext

Power BI ist das Werkzeug, das wir am häufigsten einsetzen — nicht das einzige. Zwei Fragen entscheiden vorher: Passt die Lizenzlogik zu Ihrem Empfängerkreis, und wäre ein fertiges Spezialwerkzeug der kürzere Weg?

Wie Microsoft lizenziert

Microsoft rechnet auf zwei Wegen ab. Nutzerbezogen gibt es drei Stufen: Fabric (Free), Power BI Pro und Power BI Premium Per User. Kapazitätsbezogen kommen Fabric-Kapazitäten (F-SKUs) beziehungsweise Power BI Premium (P-SKUs) dazu; sie werden nicht je Kopf, sondern je gebuchter Rechenleistung bezahlt.

Für die Kalkulation zählt vor allem eine Regel: Berichte an Empfänger ohne kostenpflichtige Lizenz weiterzugeben, setzt voraus, dass der Arbeitsbereich auf einer Premium-Kapazität oder auf Fabric F64 oder höher liegt. Sonst braucht jede Person, die den Bericht öffnet, mindestens eine Pro-Lizenz. Wer das erst nach dem Bau prüft, steht am Vorstellungstermin vor einer Kostenfrage statt vor einem Bericht.

Beträge stehen hier bewusst nicht — Microsoft passt sie an, und eine veraltete Zahl auf einer Beratungsseite ist schlimmer als keine. Wir rechnen den Bedarf im Erstgespräch anhand Ihres Empfängerkreises durch. Läuft Ihre Lizenzierung ohnehin über Microsoft 365, klären wir das zusammen mit der Microsoft-365-Lizenzberatung.

Quellen zur Lizenzlogik

Die Angaben oben stammen aus der Microsoft-Produktdokumentation. Geprüft am 31. August 2026; die Links öffnen in einem neuen Tab.

Wir führen keine Microsoft-Partnerstufe. Das heißt: Wir verdienen an keiner Lizenz mit und empfehlen das Werkzeug, das zu Ihren Quellen und Ihrem Team passt — auch wenn es nicht Power BI ist.

Wann ein Spezialwerkzeug die bessere Wahl ist

Eine eigene BI-Strecke lohnt sich, sobald mehrere Quellen zusammenkommen, Kennzahlen firmenindividuell gerechnet werden oder Bereiche jenseits des Handels dazugehören. Bleibt es bei einer Quelle und Standardkennzahlen, sind Sie mit einem fertigen Werkzeug schneller am Ziel — und wir sagen Ihnen das auch.

Wer die Entscheidung zwischen Power BI, Tableau, Looker Studio und Qlik grundsätzlicher treffen will — unabhängig von uns und unabhängig vom Hersteller —, findet in unserem Beitrag BI-Tools im Vergleich alle acht Entscheidungsdimensionen von der Datenanbindung bis zu den Ausstiegskosten, ohne Testsieger und ohne Preisangaben, die morgen schon veraltet wären.

So gehen wir vor

Ihr BI-Projekt in vier Schritten

Reihenfolge ist hier kein Formalismus: Jeder Schritt verhindert einen Fehler, der im nächsten teuer würde.

  1. 01

    Kennzahlen klären

    Ein Termin mit den Menschen, die die Zahlen später verantworten. Wir schreiben je Kennzahl Formel, Quelle, Zeitbezug und Ausnahmen auf und lassen die Definition abnehmen — das ist die eigentliche Weichenstellung.

  2. 02

    Quellen & Stammdaten prüfen

    Wir sichten Ihre Systeme, testen die Anbindungen und zeigen offen, wo Dubletten, fehlende Warengruppen oder uneinheitliche Schlüssel eine Auswertung heute noch verfälschen würden.

  3. 03

    Modell & Berichte bauen

    Ladestrecke, Datenmodell und die ersten drei Berichte entstehen an echten Daten. Sie sehen früh einen lauffähigen Stand und korrigieren die Richtung, bevor Aufwand in Details fließt.

  4. 04

    Verteilen, übergeben, schulen

    Rechte und Verteilweg werden eingerichtet, das Modell dokumentiert. Anschließend arbeiten wir zwei Personen aus Ihrem Haus ein, damit Anpassungen nicht jedes Mal über uns laufen müssen.

Die Übergabe ist kein Anhang, sondern Teil des Auftrags. Ein Reporting, das nur der Dienstleister anfassen kann, ist ein Abhängigkeitsverhältnis — kein Ergebnis.

Unklar, ob Ihre Daten für belastbare Auswertungen taugen? Wir sehen uns Ihre Quellen an und sagen ehrlich, was heute schon geht — kostenfrei und unverbindlich.

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FAQ

Häufige Fragen zu Power BI und Business Intelligence

Ist Power BI besser als Excel?

Für einzelne Auswertungen bleibt Excel schneller. Power BI spielt seine Stärke aus, sobald mehrere Quellen zusammenkommen, dieselbe Auswertung monatlich wiederholt wird oder mehrere Abteilungen dieselbe Zahl sehen sollen. Der Unterschied liegt weniger in den Formeln als in der automatischen Aktualisierung und darin, dass die Kennzahl nur einmal definiert wird.

Wie teuer ist Power BI?

Microsoft rechnet auf zwei Wegen ab: nutzerbezogen über Fabric (Free), Power BI Pro und Premium Per User oder kapazitätsbezogen über Fabric- und Premium-Kapazitäten. Beträge nennen wir hier bewusst nicht, weil Microsoft sie ändert; maßgeblich ist die Preisseite des Herstellers. Entscheidend für Ihre Kosten ist, wie viele Personen die Berichte wirklich öffnen (Stand: 31.08.2026).

Welche Alternativen gibt es zu Power BI?

Verbreitet sind Looker Studio, Tableau, Qlik Sense und Metabase; im E-Commerce dazu fertige Controlling-Werkzeuge. Wir wählen nach drei Kriterien aus: Wo liegen Ihre Daten, welche Rechteverwaltung nutzen Sie ohnehin, und wer soll später selbst Berichte bauen. Power BI ist oft die pragmatische Wahl, wenn Microsoft 365 bereits im Haus ist.

Welche Programmiersprache nutzt Power BI?

Zwei Sprachen prägen die Arbeit: Power Query M bereitet die Daten beim Laden auf, DAX berechnet die Kennzahlen im fertigen Modell. Für Datenbankquellen kommt SQL dazu. Programmieren im klassischen Sinn müssen Sie nicht; wer Excel-Formeln versteht, findet in DAX bekannte Muster wieder — mit anderen Regeln für Filter und Zeitbezug.

Ist Power BI schwer zu lernen?

Berichte lesen und filtern lernt Ihr Team in einer Einweisung. Anspruchsvoll wird es beim Datenmodell und bei DAX: Dort entscheidet sich, ob eine Kennzahl über Zeiträume und Filter hinweg richtig rechnet. Wir bauen dieses Fundament und arbeiten dabei zwei Personen aus Ihrem Haus ein, damit das Reporting nicht an einer hängt.

Welche Datenquellen lassen sich anbinden?

Üblich sind Warenwirtschaft, Shop, Finanzbuchhaltung, Werbekonten, Web-Analytics und CRM. Der Weg führt je nach System über eine Datenbankverbindung, eine Schnittstelle oder einen geplanten Export. Entscheidend ist nicht, ob eine Anbindung technisch geht — sondern ob die Schlüssel zusammenpassen, mit denen wir Kunde, Artikel und Zeitraum über alle Quellen hinweg verbinden.

Wie lange dauert ein BI-Projekt?

Das hängt an der Zahl der Quellen und daran, wie einheitlich Ihre Stammdaten sind — nicht am Werkzeug. Wir starten deshalb mit drei Fragen statt dreißig Kacheln: Der erste belastbare Bericht entsteht auf einer Quelle, weitere Quellen kommen danach dazu. Einen Fixtermin nennen wir erst nach der Sichtung Ihrer Daten.

Wer pflegt das Reporting später?

Sie entscheiden das. Standardmäßig übergeben wir das Modell dokumentiert an Ihr Team und arbeiten die Personen ein, die Berichte künftig anpassen. Wer das nicht im Haus halten will, gibt den Betrieb an uns — dann pflegen wir Datenquellen, Kennzahlen und Rechte weiter. Abhängig macht sich hier niemand: Das Modell gehört Ihnen.

Beratung zu Business Intelligence anfragen

Sagen Sie uns, welche Frage Ihr Reporting heute nicht beantwortet und wo Ihre Daten liegen. Wir schätzen ein, was mit dem vorhandenen Bestand möglich ist. Erstberatung kostenfrei und unverbindlich.

Lars Paetzold, Inhaber & Gründer von Yagemi

Ihr Ansprechpartner

Lars Paetzold

Über 20 Jahre E-Commerce- und IT-Erfahrung. Antwortet persönlich auf Ihre Anfrage.

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