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Stücklisten in JTL-Wawi: eine Artikelart, fünf Anwendungsfälle

Die Fachliteratur kennt Mengen-, Struktur- und Baukastenstücklisten. JTL-Wawi kennt genau eine Artikelart — und eine Bestandsregel, die viele erst bemerken, wenn im Shop plötzlich null Sets verfügbar sind. Dieser Beitrag übersetzt die Theorie in die Warenwirtschaft, rechnet die Verfügbarkeit einmal durch und trennt das Handels-Set sauber von der Produktionsstückliste.

Illustration: Eine geschlossene Versandkiste in der Mitte, um sie herum eine Tischplatte, ein Tischbein und ein kleiner Beutel als Komponenten, mit dünnen Linien verbunden
6 Artikelarten in JTL-Wawi — Stücklisten sind eine davon 1 Regel Der geringste Komponentenbestand entscheidet 0 verschachtelte Stücklisten: Komponenten sind immer Einzelartikel

Eine Stückliste ist in JTL-Wawi eine eigene Artikelart: ein Artikel, der aus mindestens einem anderen Artikel besteht. Diese Bestandteile heißen Komponenten. Set, Bundle und Mehrfachpack sind keine eigenen Typen, sondern Anwendungsfälle. Der verfügbare Bestand richtet sich immer nach der knappsten Komponente — zusammengefügt wird erst im Pickprozess.

Stand am 6. September 2026: Alle Angaben zu Funktionen, Feldern und Grenzen stammen aus dem offiziellen JTL-Guide und aus dem Datenblatt zum JTL-Connector (Stand 02.2025). Wir haben jede Seite an diesem Tag selbst geladen und im Volltext gegengelesen; die Fundstellen stehen am Ende. Hersteller ändern Dialoge und Funktionen — prüfen Sie den Stand vor einer Umstellung erneut.

1. Lehrbuch gegen JTL-Wawi: was von den Stücklistenarten übrig bleibt

Wer den Begriff nachschlägt, landet zuverlässig im Maschinenbau. Mengenübersichtsstückliste, Strukturstückliste, Baukastenstückliste: Diese Dreiteilung stammt aus der Fertigungsplanung und wird von Lexika, Softwareanbietern und Lernvideos gleichermaßen wiederholt. Für einen Betrieb, der Sets verkauft statt Getriebe zu bauen, ist das eine unglückliche Ausgangslage. Denn die Begriffe lassen sich nicht eins zu eins in die Warenwirtschaft übertragen.

JTL-Wawi macht es an dieser Stelle bewusst schlicht. Der Guide listet genau sechs Artikelarten auf: einfache Artikel, Variationsartikel, Kindartikel, Vaterartikel, Konfigurationsartikel und Stücklisten. Die Artikelart legt fest, wie ein Artikel strukturiert ist. Davon getrennt gibt es vier Artikeltypen — Standard, Kartonage, digitaler Gutschein und Gutscheinkarte —, die den Verwendungszweck beschreiben. Eine Stückliste ist damit eine Artikelart, kein Typ. Und es gibt nur diese eine.

Vier der sechs Artikelarten gehören zum Variantenaufbau, und dort gelten eigene Regeln. Der Guide hält fest, dass der Begriff Vaterartikel in der Benutzeroberfläche gar nicht vorkommt, dass ausschließlich Standardartikel als Vaterartikel taugen und dass Artikel des Typs Kartonage es nie werden können. Was daraus folgt, beschreibt unser Beitrag zu Variationsartikeln, Vaterartikeln und Kindartikeln.

Begriff aus der Fachliteratur Was damit gemeint ist Was JTL-Wawi dafür anbietet
Mengenübersichtsstückliste Alle Einzelteile eines Erzeugnisses in einer einzigen Summe, ohne Struktur. Das ist die Komponentenliste im Reiter Stückliste/Konfigurator. Sie ist einstufig und führt je Komponente eine Menge.
Strukturstückliste Mehrstufige Hierarchie vom Endprodukt über Baugruppen bis zum Einzelteil. Gibt es nicht. Eine Komponente darf selbst keine Stückliste sein, Verschachtelung fällt damit aus.
Baukastenstückliste Nur die direkt untergeordneten Bestandteile einer Baugruppe, eine Ebene tief. Kein Gegenstück in der Artikelverwaltung. Wer mehrstufig fertigt, arbeitet mit JTL-Plan&Produce und Arbeitsgängen.
Variantenstückliste Eine Stückliste, die mehrere Ausführungen desselben Erzeugnisses abdeckt. Kein eigener Typ. Varianten laufen über Variations- und Kindartikel, und Kindartikel dürfen Komponenten sein.
Fertigungs- oder Phantomstückliste Aus dem klassischen Fertigungsumfeld stammende Sonderformen. Diese Begriffe kommen in der JTL-Dokumentation nicht vor. Wer danach sucht, sucht vergeblich.

Die letzte Zeile ist die wichtigste. In Foren und Ratgebern taucht immer wieder die „Fertigungsstückliste" oder die „Phantomstückliste" als angebliche JTL-Funktion auf. In der Herstellerdokumentation kommen beide Begriffe nicht vor — weder in der Übersicht der Artikelarten noch auf einer eigenen Seite. Wir behaupten deshalb nichts dazu. Was es tatsächlich gibt, ist die Produktionsstückliste in JTL-Plan&Produce, und die gehört in eine andere Software-Ebene. Abschnitt 9 nimmt sie sich vor.

Die praktische Folge dieser Vereinfachung: Sie brauchen keine Typ-Entscheidung zu treffen. Sie legen einen Artikel an, setzen ein Häkchen und hängen Komponenten daran. Die eigentliche Arbeit liegt nicht in der Struktur, sondern in den Konsequenzen für Bestand, Preis und Ausspielung. Genau dort geht in Projekten auch das meiste schief.

2. Fünf Anwendungsfälle einer einzigen Artikelart

Weil es nur eine Artikelart gibt, unterscheiden sich die Einsatzzwecke nicht in der Technik, sondern im Zuschnitt. Der Guide nennt mehrere davon ausdrücklich; zwei weitere ergeben sich aus eigenen Guide-Seiten. Diese fünf decken erfahrungsgemäß fast alles ab, was im Handel vorkommt.

  • Set und Bundle. Mehrere Artikel werden gemeinsam angeboten, die Zusammenstellung gibt der Händler vor. Der Guide führt als Beispiel ein Langhantel-Set aus Stange und Scheibenpaar sowie ein „Einsteiger-Set Sport" aus Shirt, Wasserflasche und Schweißband.
  • Mehrteiliges Produkt. Der Artikel ist erst vollständig, wenn alle Teile mitgehen. Das Guide-Beispiel ist ein Echtholztisch mit vier Beinen: fünf Komponenten, ein Verkaufsartikel.
  • Gebinde und Mehrfachpack. Derselbe Artikel einzeln, im Fünfer- und im Zehnerpack. JTL empfiehlt hier ausdrücklich Stücklisten, „selbst wenn Sie die Artikel vorpacken" — weil sich Packbestände dann auch für Einzelbestellungen nutzen lassen und Retouren einzelner Teile leichter zu handhaben sind.
  • Derselbe Artikel unter zwei Namen. Ein Kindartikel lässt sich als Stückliste anlegen, die auf den Kindartikel des Originals zeigt. Der Guide illustriert das mit einem Kostüm, das im Karneval „Hasenkostüm" und zu Ostern „Osterhasenkostüm" heißt. Beide verkaufen sich, beide ziehen vom selben Lagerbestand ab, im Shop bleiben sie unabhängig sichtbar.
  • Brücke zur eigenen Fertigung. Der ungewöhnlichste Fall, und er steht in der Dokumentation zu JTL-Plan&Produce: Ein selbst gefertigter Produktionsartikel wird dem Verkaufsartikel als Stücklistenkomponente zugeordnet, damit der Verkaufsartikel den Bestand aus der Fertigung erhält.

Was in dieser Liste fehlt, ist ebenso aufschlussreich. Es gibt keinen Fall, in dem die Stückliste einen eigenen physischen Bestand führt. Sie ist eine Rechenvorschrift auf fremden Beständen — und deshalb funktioniert der nächste Abschnitt so, wie er funktioniert.

3. Bestandslogik: das schwächste Glied entscheidet

Dies ist die Regel, an der die meisten Fragen hängen. Der Guide formuliert sie unmissverständlich: Der Lagerbestand einer Stückliste ist direkt an die Lagerbestände der Komponenten gekoppelt, und „der geringste Lagerbestand ist dabei ausschlaggebend". Das Beispiel im Guide arbeitet mit zwei Komponenten, von denen eine fünfmal und eine dreimal vorrätig ist. Ergebnis: dreimal verfügbar.

Zwei Details machen daraus in der Praxis eine echte Rechnung. Erstens zählt die benötigte Menge mit; der Guide hält fest, dass der Bestand einer Komponente größer null sein kann und für die Stückliste trotzdem nicht reicht, „da diese eine höhere Anzahl der Komponente benötigt". Zweitens gibt es eine Ausnahme, die kaum jemand auf dem Schirm hat: Komponenten, die Überverkäufe erlauben, werden „nicht für die Berechnung der Stücklisten-Verfügbarkeit herangezogen". Angewendet auf den Echtholztisch aus dem Guide sieht das so aus.

Komponente Menge je Set Verfügbarer Bestand Überverkäufe erlaubt Reicht rechnerisch für
Tischplatte Eiche 1 12 nein 12 Sets
Tischbein 4 20 nein 5 Sets
Beschlagsatz 1 40 ja zählt nicht mit

Die Stückliste ist damit fünfmal verfügbar, obwohl von jeder Komponente reichlich im Lager liegt. Der Beschlagsatz mit seinen 40 Stück fällt aus der Rechnung, weil er Überverkäufe erlaubt — er könnte den Wert also gar nicht begrenzen. Die Tischbeine begrenzen ihn, weil vier davon in jedes Set gehen. Genau diese beiden Effekte erklären fast jede Meldung, die mit „im Shop steht null, aber wir haben doch genug" beginnt. Praktisch hilfreich: Die Registerkarte Stückliste/Konfigurator zeigt je Komponente sowohl den verfügbaren Bestand als auch, ob Überverkäufe möglich sind. Die Diagnose dauert damit keine Minute.

Vererbte Optionen und der Zusammenbau beim Picken

Zwei Einstellungen wandern von unten nach oben: Sowohl „Bestandsführung aktiv" als auch „Überverkäufe möglich" werden laut Guide von der Komponente auf die Stückliste übertragen. Wer also an einer einzelnen Komponente eine Option umstellt, verändert damit das Verhalten aller Sets, in denen sie steckt. In gewachsenen Sortimenten ist das ein beliebter Auslöser für schwer erklärbare Bestandssprünge.

Ebenso wichtig ist die physische Seite: Stücklisten werden in JTL-Wawi „erst im Pickprozess zusammengefügt". Bis zur Auslieferung ist es dem System egal, ob Sie die Komponenten einzeln oder als Set verkaufen, und die Komponenten müssen nicht gemeinsam gelagert werden. Wer trotzdem vorpackt, soll die Komponenten dem Guide zufolge nicht mehr einzeln verkaufen — sonst zeigt die Warenwirtschaft Ware an, die längst in einem Karton verschwunden ist. Welche Konsequenzen das für die Laufwege im Lager hat, haben wir im Beitrag zu den Kommissionierungsmethoden ausgeführt.

Die Lieferzeit folgt derselben Logik von unten nach oben. Berücksichtigt werden nur Komponenten mit aktiver Bestandsführung, und maßgeblich ist die Komponente „die die längste Lieferzeit hat". Reicht der Bestand nicht, um das Set wenigstens einmal zu bedienen, zieht JTL-Wawi die Beschaffungszeit der knappen Komponente heran, sofern für die Stückliste Überverkäufe erlaubt sind.

Für die Beschaffung folgt daraus eine Regel, die leicht untergeht: Eine Bestellschwelle auf dem Set hilft nicht, wenn eine Komponente fehlt. Disponiert wird je Komponente, mit deren eigenem Tagesbedarf, deren eigener Lieferzeit und deren eigenem Sicherheitsbestand. Wie sich diese Schwelle berechnen lässt und welche Felder JTL-Wawi dafür tatsächlich anbietet, steht im Beitrag zu Meldebestand und Sicherheitsbestand.

4. Preise: frei kalkuliert, nicht automatisch summiert

Hier hält sich ein Missverständnis, das aus der Fertigungswelt herüberschwappt: dass das System den Setpreis aus den Komponenten errechnet. Das tut es nicht. Der Guide ist an dieser Stelle eindeutig — der Gesamtpreis einer Stückliste „kann unabhängig vom Preis der einzelnen Komponenten festgelegt werden". Genau darin liegt der kaufmännische Sinn: Ein Set soll in der Regel günstiger sein als die Summe seiner Teile.

Zwei Hilfen gibt es trotzdem. Unter der Komponentenliste blendet JTL-Wawi die VK-Summe der Komponenten ein, damit Sie den Abstand zum Setpreis sehen. Und in der Funktionsleiste liegt eine Schaltfläche „VK der Komponenten übernehmen", die genau diese Summe als Verkaufspreis des Artikels setzt. Das ist ein einmaliger Klick, keine laufende Kalkulation: Ändert sich später der Preis einer Komponente, beschreibt der Guide keine automatische Nachführung. Wer mit knappen Margen arbeitet, braucht deshalb einen wiederkehrenden Prüftermin für Setpreise — kein Systemautomatismus nimmt ihm das ab.

Auf der Einkaufsseite ist es umgekehrt. Der durchschnittliche Einkaufspreis netto einer Stückliste wird aus den Einkaufspreisen der Komponenten gebildet. Der Guide knüpft das allerdings an eine Bedingung, die man leicht übersieht: Dafür müssen zuvor die globalen Artikeleinstellungen angepasst werden. Wer die Deckungsbeitragsrechnung auf diesen Wert stützt, prüft besser einmal, ob die Einstellung im eigenen System überhaupt greift.

Auch der frei gesetzte Setpreis durchläuft anschließend dieselbe Preisermittlung wie jeder andere Artikel. Rabatte, Sonderpreise und kundenindividuelle Preise greifen darauf in einer festen Reihenfolge, und die beiden obersten Ebenen nehmen gar keinen Rabatt mehr an. Welche Ebene in welcher Konstellation gewinnt, haben wir in der Preishierarchie in JTL-Wawi an einem Beispiel durchgerechnet.

5. Anlegen in vier Schritten — und was nicht geht

Der Weg ist kurz. Alle Komponenten müssen vorher als gewöhnliche Artikel existieren; eine Komponente unterscheidet sich in JTL-Wawi nicht von einem normalen Artikel. Danach genügen vier Handgriffe.

  1. Reiter öffnen: Artikel doppelklicken, Registerkarte Stückliste/Konfigurator wählen.
  2. Stückliste aktivieren: Checkbox Der Artikel ist eine Stückliste setzen.
  3. Komponenten suchen: Über Hinzufügen die Artikelsuche öffnen, Von oben hinzufügen.
  4. Mengen setzen: Spalte Menge per Doppelklick füllen, dann speichern.

Interessanter als der Weg sind die Grenzen. Sie sind hart im System verankert und lassen sich nicht mit einer Einstellung umgehen:

  • Vaterartikel sind außen vor. Ein Vaterartikel ist laut Guide „kein eigener Artikel", er besteht nur aus seinen Kindartikeln. Deshalb kann er weder eine Stückliste sein noch Teil einer Stückliste.
  • Keine Stückliste in der Stückliste. Eine Komponente darf nicht selbst eine Stückliste sein. Mehrstufige Strukturen sind damit ausgeschlossen.
  • Konfigurationsartikel scheiden aus. Sie dürfen ebenfalls keine Komponente sein — die beiden Konzepte bleiben getrennt.
  • Kindartikel dürfen mitspielen. Erlaubt sind Einzelartikel und Varkombi-Kindartikel. Ein Varkombi-Vaterartikel kann weder Stückliste sein noch als Komponente zugewiesen werden.

Eine nützliche Ausnahme gibt es im Tagesgeschäft: Im Auftrag lässt sich eine Stückliste über das Dreieck neben der Position aufklappen und dann verändern — Positionen tauschen, löschen oder ergänzen, wobei der ergänzte Artikel „ein beliebiger Artikel sein" darf. Für Kulanzfälle und Sonderwünsche ist das die schnellste Lösung. Die entsprechende Guide-Seite trägt den ausdrücklichen Vermerk „Stand: JTL-Wawi Version 1.6.32.1"; bei älteren Installationen lohnt ein Blick, ob die Funktion schon vorhanden ist. Wie Sie Ihre Installation überhaupt auf einen sauberen Stand bringen, beschreibt unsere Anleitung zum Einrichten von JTL-Wawi.

6. Stückliste oder Konfigurationsartikel?

Der Guide nennt beide Artikelarten selbst „leicht zu verwechseln", und die Verwechslung ist teuer, weil sie sich nachträglich nur mit Aufwand korrigieren lässt. Die Unterscheidung ist aber in einem Satz zu haben: Bei der Stückliste entscheidet der Händler, beim Konfigurationsartikel der Kunde.

Konkret: Bei einer Stückliste legen Sie fest, welche Artikel Sie als Set gemeinsam verkaufen; Ihre Kunden können nicht aus mehreren Artikeln wählen. Beim Konfigurationsartikel fassen Sie Artikel in Konfigurationsgruppen zusammen, aus denen Ihre Kunden im Shop ihre Wunschkombination wählen — im Guide-Beispiel eine Hantelstange aus drei Optionen plus Gewichte aus fünf Optionen. Zwei Fragen führen zuverlässig zur richtigen Entscheidung: Soll der Kunde etwas auswählen können? Und soll der Preis für jede denkbare Kombination stimmen? Zweimal Nein bedeutet Stückliste.

Ein Hinweis zur Ausstattung: Der Guide vermerkt bei der Registerkarte, dass Sie je nach gebuchter Edition beziehungsweise Paketkonfiguration Konfigurationsartikel zwar anlegen, aber möglicherweise nicht im JTL-Shop anbieten können. Prüfen Sie das, bevor Sie ein Sortiment darauf aufbauen.

7. Shop, Kasse, Marktplatz: Was ankommt

Eine Stückliste ist innerhalb von JTL-Wawi eine saubere Sache. Sobald sie den Systemrand überschreitet, verhält sie sich je Kanal unterschiedlich — und das ist der Punkt, an dem Sortimentsplanung und Technik zusammenkommen müssen.

Kanal Was mit der Stückliste passiert Was Sie tun sollten
JTL-Shop 5 Die Komponenten lassen sich auf der Artikeldetailseite anzeigen. Eine zweite Einstellung empfiehlt unter dem Einzelartikel den Kauf als Bundle. Darstellung, Standardansichten, Artikeldetailseite: beide Optionen im Bereich Stückliste auf Ja setzen.
Andere Shops über den JTL-Connector Laut Datenblatt gehen Stücklisten als ein Artikel ohne Referenz zu den einzelnen Komponenten über die Schnittstelle. Komponentenlisten im Shop notfalls im Artikeltext pflegen und die Bestandsführung bei der Wawi belassen.
JTL-POS Die Kasse führt Stücklisten selbst. Der Bon zeigt die enthaltenen Artikel, der Komponentenbestand wird beim Verkauf angepasst. Bei ERPConnected die Stückliste in JTL-Wawi pflegen, nicht doppelt an der Kasse.
Amazon FBA Auf Stücklistenartikel lassen sich keine FBA-Bestände einbuchen, und ein Stücklistenvater erzeugt kein FBA-Lager. Sets für FBA als eigenen einfachen Artikel führen und vorpacken oder das Set nur im eigenen Versand anbieten.
Druckvorlagen Die Guide-Anleitung, Komponenten in den Lieferschein zu holen, gilt ausdrücklich nur bis JTL-Wawi 1.4. Bei neueren Versionen die Vorlage mit dem Formulareditor prüfen, statt die alte Anleitung abzuarbeiten.

Die Zeile zum Connector verdient eine Erläuterung, weil sie oft überrascht. Das Datenblatt „Kompatibilität mit JTL-Wawi" mit Stand Februar 2025 vergleicht PrestaShop, WooCommerce, Shopware 6, Shopify und JTL-Shop. In der Fußnote zum Abschnitt über Artikelkombinationen steht: Stücklisten und Konfigurationsartikel werden „als ein Artikel ohne Referenz zu den einzelnen Komponenten übertragen". Der Zielshop sieht also ein Produkt, nicht dessen Innenleben. Die Statusmarker je Shopsystem sind im PDF Grafiken, aus dem Text nicht auslesbar — wir geben sie deshalb nicht wieder, sondern verlinken das Dokument unten. Was das für eine konkrete Anbindung bedeutet, greifen wir im Beitrag zum Shopify-Connector für JTL-Wawi auf.

Im JTL-Shop ist die Lage komfortabler, weil er die Stücklisten aus der Wawi kennt. Zwei Einstellungen unter Darstellung, Standardansichten, Artikeldetailseite entscheiden über die Wirkung: „Stücklistenkomponenten anzeigen" listet die enthaltenen Artikel auf der Produktseite, „Artikelbundle-Empfehlungen nutzen" blendet unter dem Einzelartikel den Hinweis ein, dass es ihn auch im Set gibt. Die zweite Einstellung ist ein handfestes Verkaufsinstrument — welche Platzierungen dabei wirken und welche stören, behandelt unser Beitrag zu Cross-Selling und Upselling im Shop.

Am strengsten ist Amazon. Für ein automatisch erzeugtes FBA-Lager darf der verknüpfte Artikel unter anderem „kein Stücklistenvater sein", und der Guide listet Stücklistenartikel ausdrücklich unter den Artikeltypen, auf die sich keine FBA-Bestände einbuchen lassen. Wichtig für die Einordnung: Diese Einschränkung betrifft laut Guide die Anzeige und Einbuchung der Bestände — die zugehörigen Angebote erscheinen weiterhin im Marktplatz-Bereich. Wer Sets über FBA verkaufen will, führt sie in der Regel als eigenen, vorgepackten Artikel.

8. Retouren: der Abschnitt, der Geld kostet

Beim Retoureneingang zerfällt die Stückliste wieder in ihre Teile: Die Komponenten werden in JTL-Packtisch+ einzeln eingebucht. Das ist konsequent, führt aber zu einer Frage, die jeder Betrieb irgendwann beantworten muss — was passiert, wenn der Kunde das Set nicht vollständig zurückschickt?

JTL-Wawi bietet dafür die Option „Stückliste komplett gutschreiben" im Dialogfenster „Retoure bearbeiten". Damit können Sie vollständig gutschreiben, obwohl Teile fehlen, und die Rechnungskorrektur zusätzlich über einen Korrekturbetrag verringern. Der Guide nennt genau dieses Szenario: teure Teile zurücknehmen, bei Kleinteilen ein Auge zudrücken und den Rest über den Korrekturbetrag abbilden.

Die entscheidende Warnung steht daneben: Wenn Sie nur einzelne Komponenten zurücknehmen, berechnet JTL-Wawi deren Wert in der Rechnungskorrektur nicht automatisch anteilig zum Stücklistenpreis. Sie müssen den Betrag also selbst festlegen. Bei einem Set, das deutlich günstiger ist als die Summe seiner Teile, ist die naive Erstattung des Einzelpreises ein direkter Verlust — und über viele Vorgänge hinweg ein spürbarer.

Damit solche Fälle nicht im Tagesgeschäft untergehen, dokumentiert der Guide einen Workflow, der sie automatisch aussortiert:

  1. Legen Sie einen Unterstatus von „Eingetroffen" an, zum Beispiel „Problemfall – Stückliste".
  2. Erstellen Sie einen Workflow für „Retourenposition > Status erreicht".
  3. Setzen Sie als Bedingung: Retourenposition > Lieferscheinposition > Artikel > Sonstiges > IstStückliste gleich Wahr.
  4. Setzen Sie als Aktion den neuen Retourenstatus, optional zusätzlich eine E-Mail an die zuständige Person.

Ab diesem Punkt landet jede Stücklisten-Retoure in einem eigenen Korb, den jemand bewusst durchsieht, statt sie im Massengeschäft mitlaufen zu lassen. Beachten Sie den Hinweis des Guides, dass die Anzahl der Workflow-Ereignisse je nach gebuchter Edition beschränkt sein kann.

9. Wenn wirklich gefertigt wird: die Produktionsstückliste

Bis hierher ging es um Handel. Sobald Arbeitsgänge, Rohstoffe und Zwischenprodukte ins Spiel kommen, reicht die Wawi-Stückliste nicht mehr — sie kennt weder Arbeitsschritte noch Kapazitäten. Zuständig ist dann JTL-Plan&Produce mit einem eigenen Begriff, der oft mit der Handels-Stückliste verwechselt wird.

Die Produktionsstückliste ist laut Glossar Teil des Produktionsartikels. Mit ihr wird festgelegt, „mit welchen Arbeitsgängen, Rohstoffen und Zwischenprodukten ein Produktionsartikel gefertigt werden soll". Anders als in der Warenwirtschaft darf es davon mehrere geben: Für einen Produktionsartikel kann es mehrere Produktionsstücklisten geben, zwischen denen bei der Fertigung frei gewählt wird. Jede trägt den Status „Standard" oder „Alternative". Damit ist genau das möglich, was der Handels-Stückliste fehlt: Rezepturvarianten, Ersatzmaterialien, unterschiedliche Fertigungswege für dasselbe Produkt.

Die Einbahnstraße — und warum die Stückliste die Brücke baut

Ein Punkt aus der Dokumentation verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er nicht rückgängig zu machen ist. Der Guide warnt: Sobald Sie einen Artikel zu einem Produktionsartikel machen, „können Sie dies nicht mehr rückgängig machen". Die Empfehlung lautet deshalb, den ursprünglichen Artikel zu duplizieren und nur das Duplikat umzuwandeln.

Und genau hier schließt sich der Kreis zu diesem Beitrag. Handelt es sich um einen Shop-Artikel, müssen Sie laut Guide den duplizierten Produktionsartikel dem ursprünglichen Artikel als Stücklistenkomponente hinzufügen, damit der Verkaufsartikel den Bestand des Produktionsartikels erhält. Die Wawi-Stückliste ist damit nicht nur ein Verkaufsformat, sondern das Verbindungsstück zwischen Fertigung und Vertrieb. Wer sie an dieser Stelle vergisst, produziert Ware, die im Shop nie verfügbar wird.

Drei weitere Regeln aus derselben Quelle runden das Bild ab. Konfigurationsartikel und Vaterartikel können keine Produktionsartikel sein. Eine bestehende Stückliste lässt sich dagegen in eine Produktionsstückliste umwandeln, wobei ihre Komponenten einem Arbeitsgang zugeordnet werden. Und umgekehrt gilt eine Sperre: Ein Wawi-Stücklistenartikel darf einem Arbeitsgang nicht als Komponente hinzugefügt werden. Ob Ihr Betrieb überhaupt in diese Richtung muss oder ob eine sauber gepflegte Warenwirtschaft genügt, haben wir im Beitrag zum MES-System und seiner Abgrenzung zum ERP ausführlich behandelt. Für die Einrichtung selbst unterstützen wir Sie in unserer Beratung zu JTL-Plan&Produce.

10. Fünf Fehler, die uns in Projekten begegnen

Die folgenden fünf Punkte tauchen in Bestandsprüfungen so regelmäßig auf, dass sie eine eigene Checkliste verdienen. Alle lassen sich an einem Vormittag abarbeiten.

  1. Die knappe Komponente steckt in vielen Sets. Ein einziges Teil, das in fünf Bundles verbaut ist, deckelt alle fünf gleichzeitig. Sortieren Sie Ihre Komponenten danach, in wie vielen Stücklisten sie vorkommen, und behandeln Sie die Spitzenreiter in der Disposition gesondert.
  2. Überverkäufe an der falschen Stelle. Eine Komponente auf Überverkauf zu setzen, entfernt sie aus der Verfügbarkeitsrechnung des Sets. Das kann gewollt sein — bei Verpackungsmaterial etwa —, es kann aber auch zu Zusagen führen, die das Lager nicht hält.
  3. Vorgepackte Sets und Einzelverkauf gleichzeitig. Wer physisch vorpackt, sollte die Komponenten nicht mehr einzeln anbieten. Sonst zeigt die Warenwirtschaft Teile als verfügbar, die längst in einem Karton liegen.
  4. Setpreise altern still vor sich hin. Die Übernahme der Komponentensumme ist ein einmaliger Klick. Ohne einen wiederkehrenden Prüftermin verkaufen Sie Sets irgendwann unter Einstandspreis, ohne dass ein System Alarm schlägt.
  5. Retouren ohne Regel. Ohne den Workflow aus Abschnitt 8 entscheidet jede Person am Packtisch selbst — und der Korrekturbetrag wird schlicht vergessen.

Ein Thema behandeln wir bewusst zurückhaltend: die Inventur. Für Stücklisten beschreibt der JTL-Guide keine eigene Regel. Aus der dokumentierten Logik folgt zwar zwingend, dass die Komponenten gezählt werden — die Stückliste führt keinen eigenen Bestand und entsteht erst beim Picken. Das ist aber unsere Ableitung, keine Herstelleraussage, und wir kennzeichnen sie hier ausdrücklich als solche. Prüfen Sie zusätzlich vorgepackte Sets, denn dort weicht das Regal von der Systemsicht ab. Wie sich das Zählen überhaupt sinnvoll über das Jahr verteilen lässt, beschreibt unser Beitrag zur permanenten Inventur im Online-Handel.

Ebenfalls nicht belegen konnten wir einen Massenimport von Stücklisten über JTL-Ameise. Die einzige Guide-Seite dazu gehört zum JTL-Fulfillment-Network und richtet sich an Händler ohne JTL-Wawi; als Beleg für die Warenwirtschaft taugt sie nicht. Wer viele Sets anzulegen hat, sollte den Weg vorab mit dem Support oder einem Servicepartner klären, statt sich auf kursierende Anleitungen zu verlassen.

Stücklisten in JTL-Wawi auf einen Blick
  • Was es istEine der sechs Artikelarten in JTL-Wawi, kein eigener Artikeltyp
  • BestandteileKomponenten, mindestens eine, in beliebiger Stückzahl
  • VerfügbarkeitDer geringste Komponentenbestand entscheidet über die Stückliste.
  • AusnahmeKomponenten mit erlaubten Überverkäufen zählen nicht in die Rechnung.
  • LagerungZusammengefügt wird erst im Pickprozess, nicht im Regal.
  • LieferzeitEs zählt die Komponente mit der längsten Lieferzeit.
  • PreisFrei wählbar; die VK-Summe der Komponenten ist nur ein Vorschlag.
  • Verboten als KomponenteVaterartikel, Konfigurationsartikel, andere Stücklisten, Varkombi-Väter
  • Shop-ÜbertragungÜber den Connector als ein Artikel ohne Komponenten-Referenz
  • Amazon FBAStücklistenartikel nehmen keine FBA-Bestände auf.
  • FertigungArbeitsgänge und Rohstoffe gehören in die Produktionsstückliste.
  • StandAlle Angaben am 6. September 2026 im JTL-Guide geprüft

11. Fazit: eine Artikelart, drei Merksätze

Stücklisten in JTL-Wawi sind einfacher gebaut, als die Fachliteratur vermuten lässt — und genau deshalb muss man ihre Konsequenzen kennen. Der erste Merksatz: Es gibt nur eine Artikelart. Wer nach Typen sucht, sucht nach Feldern, die es nicht gibt; Set, Bundle und Gebinde sind Zuschnitte derselben Sache.

Der zweite: Der Bestand hängt am schwächsten Glied, und Überverkaufs-Komponenten zählen nicht mit. Diese eine Regel erklärt fast jede Verfügbarkeitsmeldung, die zunächst unerklärlich wirkt. Der dritte: Preise pflegt niemand automatisch. Die Summe der Komponenten ist ein Vorschlag, kein Automatismus — und braucht einen Termin im Kalender.

Wo Stücklisten in gewachsenen Sortimenten Probleme machen, liegt es selten an der Funktion und fast immer an der Modellierung: an Komponenten, die in zu vielen Sets stecken, an Optionen, die von unten nach oben durchschlagen, oder an Sets, die eigentlich Produktionsartikel sein müssten. Diese Fälle lassen sich sauber trennen — man muss sie nur einmal auseinandernehmen. Genau das tun wir mit Ihnen, wenn Sie mögen: einmal durch Ihr Sortiment, einmal durch die Bestandslogik, mit einer klaren Liste, was zu ändern ist.

12. Häufige Fragen zu Stücklisten in JTL-Wawi

Was ist eine Stückliste in JTL-Wawi?

In JTL-Wawi ist die Stückliste eine der sechs Artikelarten. Sie beschreibt einen Artikel, der aus mindestens einem anderen Artikel besteht. Diese Bestandteile heißen Komponenten. Set, Bundle, Gebinde und mehrteiliges Produkt sind keine eigenen Artikelarten, sondern Anwendungsfälle derselben Stückliste — so steht es im JTL-Guide.

Wie berechnet JTL-Wawi den Bestand einer Stückliste?

Der Lagerbestand ist direkt an die Bestände der Komponenten gekoppelt, und der geringste Bestand entscheidet. Sind von Komponente A fünf Stück und von Komponente B drei Stück da, zeigt JTL-Wawi die Stückliste dreimal verfügbar. Komponenten, die Überverkäufe erlauben, fließen ausdrücklich nicht in diese Rechnung ein.

Was ist der Unterschied zwischen Stückliste und Konfigurationsartikel?

Bei einer Stückliste legen Sie fest, welche Artikel Sie als Set verkaufen; Ihre Kunden können dabei nicht auswählen. Beim Konfigurationsartikel stellen Ihre Kunden das Produkt aus Konfigurationsgruppen selbst zusammen. Der JTL-Guide nennt beide ausdrücklich leicht zu verwechseln. Die Frage lautet also: Entscheidet der Händler oder der Kunde?

Kann eine Stückliste eine andere Stückliste enthalten?

Nein. Eine Komponente darf laut JTL-Guide weder Vaterartikel noch Konfigurationsartikel noch selbst eine Stückliste sein. Verschachtelte Stücklisten fallen damit aus. Kindartikel dürfen dagegen Komponenten sein. Auch in der Produktion gilt eine Grenze: Ein Wawi-Stücklistenartikel lässt sich keinem Arbeitsgang einer Produktionsstückliste zuordnen.

Wie wird der Preis einer Stückliste gebildet?

Frei. Der Gesamtpreis lässt sich unabhängig von den Komponentenpreisen festlegen. JTL-Wawi blendet die VK-Summe der Komponenten als Orientierung ein, und eine Schaltfläche übernimmt diese Summe auf Wunsch als Verkaufspreis. Der durchschnittliche Einkaufspreis netto entsteht aus den Komponenten, sobald Sie die globalen Artikeleinstellungen anpassen.

Was passiert bei der Retoure einer unvollständigen Stückliste?

JTL-Packtisch+ bucht die Komponenten einer Retoure einzeln ein. Fehlt ein Teil, können Sie über die Option Stückliste komplett gutschreiben trotzdem vollständig gutschreiben und die Rechnungskorrektur über einen Korrekturbetrag verringern. Bei Teilrücknahmen rechnet JTL-Wawi den Wert einzelner Komponenten nicht automatisch anteilig zum Stücklistenpreis.

Werden Stücklisten an Onlineshops und Marktplätze übertragen?

Teilweise. Das Datenblatt zum JTL-Connector hält fest, dass Stücklisten und Konfigurationsartikel als ein Artikel ohne Referenz zu den einzelnen Komponenten übertragen werden. JTL-Shop kann die Komponenten dennoch anzeigen. Bei Amazon gilt eine harte Grenze: Auf Stücklistenartikel lassen sich keine FBA-Bestände einbuchen.

Wann brauche ich statt einer Stückliste eine Produktionsstückliste?

Sobald Arbeitsgänge, Rohstoffe oder Zwischenprodukte im Spiel sind. Die Produktionsstückliste gehört zu JTL-Plan&Produce und legt fest, mit welchen Arbeitsgängen ein Produktionsartikel gefertigt wird. Ein Artikel lässt sich dorthin umwandeln — dieser Schritt ist laut JTL-Guide allerdings nicht mehr rückgängig zu machen.

Wie werden Stücklisten bei der Inventur gezählt?

Der JTL-Guide beschreibt dafür keine eigene Regel. Aus der dokumentierten Logik folgt aber: Weil eine Stückliste keinen eigenen Bestand führt und erst im Pickprozess entsteht, zählen Sie die Komponenten. Prüfen Sie vorgepackte Sets gesondert, denn dort liegt Ware anders im Regal, als die Warenwirtschaft sie führt.

13. Quellen & offizielle Dokumentation

Alle folgenden Quellen wurden am 6. September 2026 abgerufen und im Volltext gegengelesen; die zitierten Formulierungen stammen wörtlich daraus. Herstellerdokumentation ändert sich — bitte prüfen Sie den Stand vor einer Umstellung erneut. Externe Quellen öffnen in einem neuen Tab.

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