Werbung auf Amazon

Amazon PPC optimieren

Mehr Sichtbarkeit auf Amazon kostet — die Frage ist, wie effizient. Dieser Leitfaden zeigt die drei Kampagnenarten, die richtige Struktur von automatisch zu manuell, Match-Typen, Negative Keywords und wie Sie ACoS und ROAS gezielt steuern.

Illustration: Amazon-Werbekonto mit Sponsored Products, Brands und Display als Kampagnenarten und steigendem ROAS.
3 Kampagnenarten ACoS Effizienz-KPI Auto → Manuell Strategie

Amazon PPC optimieren heißt: Klick-Werbung effizient steuern. Sie starten mit einer automatischen Kampagne, übertragen die konvertierenden Suchbegriffe in eine manuelle Kampagne, steuern mit den Match-Typen Broad, Phrase und Exact und schließen unrentable Begriffe als Negative Keywords aus. Erfolg messen Sie über ACoS, ROAS und CPC. Dieser Leitfaden zeigt die Kampagnenarten, die Struktur und sieben konkrete Hebel für einen besseren ACoS.

1. Was ist Amazon PPC?

Amazon PPC steht für Pay-per-Click. Es ist ein Werbemodell, bei dem Sie nur zahlen, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Damit erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Produkte gezielt in den Suchergebnissen und auf Produktseiten — also genau dort, wo gekauft wird.

Wichtig ist die Abgrenzung im Cluster. Amazon PPC ist bezahlte Werbung. Das organische Ranking optimieren Sie dagegen über das Listing — mehr dazu in unserem Artikel zu Amazon Marketplace optimieren. Die Lager- und Versandlogistik ist wieder ein eigenes Thema, das wir unter Amazon FBA erklärt behandeln.

2. Die 3 Kampagnenarten auf Amazon

Amazon Ads bietet drei Anzeigenarten. Sie unterscheiden sich in Ziel und Platzierung. So setzen Sie sie sinnvoll ein:

01

Sponsored Products

Die gängigste Anzeigenart. Sie bewirbt einzelne Produkte in den Suchergebnissen und auf Produktseiten — kaum von organischen Treffern zu unterscheiden. Der beste Einstieg für fast jeden Seller.

02

Sponsored Brands

Banner-Anzeigen mit Ihrem Logo, einer Headline und bis zu drei Produkten, meist oberhalb der Suchergebnisse. Sie stärken die Markenwahrnehmung und führen Käufer gezielt zu Ihrem Sortiment.

03

Sponsored Display

Retargeting auf und außerhalb von Amazon: Sie sprechen Käufer erneut an, die Ihr Produkt oder ähnliche Artikel angesehen haben. Als Richtwert fließt oft nur ein kleiner Teil des Budgets hierhin.

3. Kampagnen richtig aufsetzen: Auto zu Manuell

Der bewährte Aufbau ist eine Reihenfolge, kein Entweder-oder. Sie lassen Amazon zuerst Daten sammeln und übernehmen dann die Steuerung. In fünf Schritten:

01

Automatische Kampagne starten

Lassen Sie eine automatische Sponsored-Products-Kampagne 2 bis 4 Wochen laufen. Amazon testet selbst, für welche Suchbegriffe Ihr Produkt erscheint, und liefert wertvolle Daten.

02

Suchbegriff-Bericht auswerten

Im Bericht sehen Sie, welche Begriffe geklickt und gekauft wurden. Sie erkennen die rentablen Suchanfragen und ebenso die teuren Klicks ohne Verkauf.

03

Konverter in manuelle Kampagne übertragen

Die Suchbegriffe, die zu Käufen führen, übernehmen Sie in eine manuelle Kampagne. Dort steuern Sie Gebote und Platzierung gezielt selbst.

04

Mit Match-Typen feinjustieren

In der manuellen Kampagne steuern Sie über Broad, Phrase und Exact, wie eng Suchanfragen zu Ihren Keywords passen müssen — von breit bis exakt.

05

Negative Keywords pflegen

Unrentable Suchbegriffe schließen Sie als Negative Keywords aus. So vermeiden Sie teure Klicks ohne Kauf und senken Schritt für Schritt Ihren ACoS.

4. Match-Typen und Negative Keywords steuern

In manuellen Kampagnen entscheiden die Match-Typen, wie eng eine Suchanfrage zu Ihrem Keyword passen muss. Drei Stufen stehen zur Wahl, von breit bis exakt:

  • Broad Match: breite Ausspielung, auch bei verwandten Suchanfragen und Synonymen — gut, um neue Begriffe zu finden.
  • Phrase Match: die Suchanfrage enthält Ihre Wortgruppe in fester Reihenfolge — der Mittelweg.
  • Exact Match: nur exakt passende Suchanfragen — maximale Kontrolle, niedrigste Streuung.

Die Gegenseite sind Negative Keywords. Das sind Begriffe, für die Ihre Anzeige bewusst nicht erscheinen soll. Sie filtern unpassende Klicks heraus, die Geld kosten, aber nicht zum Kauf führen:

  • Teure Suchbegriffe ohne einen einzigen Verkauf — direkt ausschließen.
  • Begriffe mit klar abweichender Kaufabsicht, etwa „gebraucht" bei Neuware.
  • Suchanfragen, die zu Produkten gehören, die Sie gar nicht führen.

5. ACoS, ROAS & CPC: die wichtigsten Kennzahlen

Ohne Kennzahlen ist PPC Bauchgefühl. Drei Werte zeigen, ob sich Ihre Werbung rechnet:

Kennzahl Formel Was sie zeigt
ACoS Werbeausgaben / Werbeumsatz × 100 Anteil des Umsatzes, der für Werbung draufgeht. Niedriger ist effizienter.
ROAS Werbeumsatz / Werbeausgaben Umsatz je investiertem Euro. Höher ist besser — Kehrwert des ACoS.
CPC Werbeausgaben / Klicks Durchschnittliche Kosten pro Klick. Hängt vom Wettbewerb in Ihrer Kategorie ab.

Die zentrale Steuergröße ist der ACoS. Er sagt, welcher Anteil des Werbeumsatzes für die Werbung selbst draufgeht. Was ein guter Wert ist, hängt von Ihrer Marge und Ihrem Ziel ab: Wer auf Gewinn optimiert, hält den ACoS unter der Produktmarge. Wer ein neues Produkt einführt, akzeptiert anfangs oft bewusst einen höheren ACoS für mehr Sichtbarkeit.

6. PPC optimieren: 7 Hebel für einen besseren ACoS

Optimierung ist ein laufender Prozess, kein einmaliges Setup. Diese sieben Hebel wirken am stärksten:

  • Suchbegriff-Berichte regelmäßig auswerten und auf rentable Begriffe setzen.
  • Gebote konsequent am ACoS-Ziel ausrichten — rentable Keywords hoch, teure herunter.
  • Negative Keywords laufend pflegen, um Streuverluste zu vermeiden.
  • Listing-Qualität verbessern: bessere Bilder, Titel und Texte erhöhen die Conversion.
  • Auto-Kampagnen weiterlaufen lassen, um neue konvertierende Suchbegriffe zu finden.
  • Tagesbudgets so verteilen, dass starke Kampagnen nicht vorzeitig auslaufen.
  • Platzierungs-Anpassungen nutzen, um Gebote für Top-Plätze gezielt zu erhöhen.
Amazon PPC auf einen Blick
  • Modell: Pay-per-Click — Sie zahlen nur pro Klick.
  • Kampagnenarten: Sponsored Products, Sponsored Brands, Sponsored Display.
  • Struktur: automatisch starten, konvertierende Begriffe in manuelle Kampagnen übertragen.
  • Steuerung: Match-Typen (Broad/Phrase/Exact) plus Negative Keywords.
  • Kennzahlen: ACoS, ROAS und CPC — der ACoS ist die zentrale Steuergröße.

7. Wann lohnt eine Amazon-PPC-Betreuung?

PPC frisst schnell Budget, wenn niemand laufend gegensteuert. Eine Betreuung lohnt sich, sobald Ihr Sortiment wächst, der ACoS aus dem Ruder läuft oder schlicht die Zeit für die tägliche Pflege fehlt. Wir übernehmen Kampagnenstruktur, Gebotssteuerung und Reporting im Rahmen unserer Amazon-Marketing-Beratung.

Oft zahlt sich auch der Blick über Amazon hinaus aus. Wer parallel über Google Ads und Shopping oder weitere Marktplätze verkauft, streut das Risiko und gewinnt zusätzliche Reichweite.

8. Fazit: Struktur schlägt Bauchgefühl

Amazon PPC ist kein Glücksspiel, sondern Handwerk. Wer automatisch startet, konvertierende Suchbegriffe sauber in manuelle Kampagnen überführt, Match-Typen bewusst wählt und Negative Keywords pflegt, senkt seinen ACoS spürbar. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Kampagnen laufend an den Kennzahlen ausrichten.

Sie wollen Ihre Amazon-Werbung effizienter aufstellen oder die Betreuung abgeben? Wir begleiten Sie von der Amazon-Marketing-Beratung bis zur laufenden Optimierung. Für mehr organische Sichtbarkeit hilft parallel unser Leitfaden zu Amazon Marketplace optimieren.

9. Häufige Fragen zu Amazon PPC

Was bedeutet Amazon PPC?

Amazon PPC steht für Pay-per-Click, also Klick-Werbung auf Amazon. Sie zahlen nur, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. So erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Produkte in den Suchergebnissen und auf Produktseiten. Es ist das wichtigste Werbeinstrument, um auf Amazon schneller gefunden und gekauft zu werden.

Was kostet Amazon PPC?

Amazon PPC läuft über Gebote: Sie zahlen pro Klick, der Klickpreis hängt vom Wettbewerb in Ihrer Kategorie ab. Ein festes Budget gibt es nicht — Sie legen ein Tagesbudget je Kampagne fest. Entscheidend ist nicht der reine Klickpreis, sondern das Verhältnis aus Werbeausgaben und Werbeumsatz, gemessen über den ACoS.

Was ist ein guter ACoS?

Ein guter ACoS hängt von Ihrer Marge und Ihrem Ziel ab. Wer rein auf Gewinn optimiert, hält den ACoS unter der Produktmarge. Für die Einführung neuer Produkte oder mehr Sichtbarkeit akzeptieren viele Händler bewusst einen höheren ACoS. Einen allgemeingültigen Richtwert gibt es nicht — er ist je Kategorie und Strategie unterschiedlich.

Wie funktionieren Sponsored Products?

Sponsored Products sind die gängigste Anzeigenart. Sie bewerben einzelne Produkte direkt in den Suchergebnissen und auf Produktseiten — optisch kaum von organischen Treffern zu unterscheiden. Sie wählen Keywords oder lassen Amazon automatisch ausspielen und zahlen pro Klick. Für die meisten Seller sind Sponsored Products der beste Einstieg in Amazon PPC.

Was sind Negative Keywords?

Negative Keywords sind Suchbegriffe, für die Ihre Anzeige bewusst nicht erscheinen soll. Sie schließen damit unpassende oder unrentable Suchanfragen aus. Das verhindert teure Klicks, die nicht zum Kauf führen, und senkt Ihren ACoS. Negative Keywords pflegen Sie laufend aus dem Suchbegriff-Bericht Ihrer Kampagnen.

Wie optimiere ich meine Amazon-Kampagnen?

Werten Sie regelmäßig den Suchbegriff-Bericht aus: rentable Begriffe in manuelle Kampagnen übertragen, teure ohne Verkauf als Negative Keywords ausschließen. Passen Sie Gebote am ACoS-Ziel aus und verbessern Sie Ihr Listing, denn eine bessere Conversion senkt die Werbekosten. Optimierung ist ein laufender Prozess, kein einmaliges Setup.

Was ist der Unterschied zwischen Amazon PPC und Amazon SEO?

Amazon PPC ist bezahlte Werbung: Sie kaufen Sichtbarkeit pro Klick. Amazon SEO ist organisch: Sie optimieren Listing, Keywords und Bewertungen, damit Ihre Produkte ohne Werbung weiter oben ranken. Beides ergänzt sich — gute Listings senken die PPC-Kosten, und PPC-Daten zeigen, welche Keywords sich für die organische Optimierung lohnen.

Ihr ACoS läuft aus dem Ruder oder die Zeit für die tägliche Kampagnenpflege fehlt? Wir übernehmen Struktur, Gebotssteuerung und Reporting Ihrer Amazon-Werbung.

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